Technik-Talent mit großem Ziel: Studium am MIT in Boston

brendan toefl2018Brendan B. - Schüler und Techniktalent hat ein großes Ziel: Ein Studium am MIT in Boston. Auf dem Weg dorthin, muss er auch den Sprachtest bestehen TOEFL bestehen. Die Stiftung Benno Kittl hat ihn bei der Vorbereitung dafür unterstützt.

Hier sein Bericht: Meine Sprachreise in New York

Ich, Brendan B., habe den Wunsch nach meinem Abitur im Jahr 2020 eine amerikanische Universität zu besuchen. Vielen von diesen haben den TOEFEL (Test of English as foreign language) als Aufnahmekriterium. Dieser ist einer der schwierigsten Anforderungen für meine Bewerbung. Um mich intensiv auf diesen Test vorzubereiten und das Amerika zu besuchen entschied ich mich, einen 4-wöchigen Vorbereitungskurs zu buchen. Dies wurde unteranderem durch die freundliche Unterstützung der Stiftung Benno-Kittl ermöglicht, und dafür möchte ich mich herzlichst bedanken.

Meine Reise begann am Frankfurter Flughafen am 15.07.2018. Mit einem Lufthansa Flug in einem großen Airbus A380 landete ich acht Stunden später am JFK Airport, New York. Nach der Einreisekontrolle und dem Durchgang durch den Zoll begab ich mich dann mit AirTrain und Metro zu der Adresse meiner Gastfamilie. Nach einigen Problemen, wie einer nicht funktionierenden SIM-Karte, die wir eigens für die USA angeschafft haben (ohne Google Maps überlebt man ja heutzutage nicht) und einer wichtigen U-Bahn Linie auf meiner Route, die am Wochenende außer Betrieb war, kam ich dann nach 3h in meiner Gastfamilie an.

 

Die Gastfamilie bestand aus einer Gastmutter, die sich immer um sieben bis acht Sprachstudenten aus verschiedensten New Yorker Sprachschulen kümmert. Schnell freundete ich mich mit den anderen an und verstand mich auch gut, mit der Gastmutter. Später unternahm ich dann auch viel mit diesen, unter anderem das Besuchen einer Broadway Show, einem Freizeitpark und dem gemeinsamen Essen in verschiedenen Restaurants.

Am Montag, dem Tag nach der Ankunft war mein erster Schultag. Mit der U-Bahn begab ich mich auf dem Weg nach Manhattan. Mein Ziel war das Empire State Building. Durch den Eingang der Ansässigen Firmen (also nich den für das Observatorium für Touristen) gelang ich zu einer edel aussehenden Eingangshalle mit vielen Pagen und einer Rezeption. Dort erhielt ich dann einen Ausweis, um mit den Fahrstühlen in das 63. Stockwerk fahren zu können, der Standort von Kaplan International Empire State, meiner Sprachschule. Ich wurde von einem überwältigendem Ausblick (den man auch von jedem der 19 Klassenräume hatte) und einem Mitarbeiter begrüßt. Als mehr Schüler eintrafen gingen wir einige Formalitäten durch um anschließend einen Sprach-, Hör- und Grammatiktest. Meine Englischkenntnisse wurden gleich danach mit C1 laut CEFR Skala bewertet. Im allgemeinen richtet sich danach die Kurseinteilung der Schüler, da ich allerdings den TOEFEL Kurs mit nur einer Klasse gewählt habe, war dieser Test mehr obligatorisch als notwendig.

Ab dem nächsten Tag hatte ich regulär Unterricht. Der TOEFEL Kurs wurde hauptsächlich von Studenten belegt, die demnächst ihren Master Studiengang in der USA angehen möchten. Ich allerdings möchte schon den Bachelor in der USA machen, weshalb ich mit 16 Jahren der jüngste im Kurs war. Jedem Kurs ist nur ein Lehrer zugewiesen. Unsere Lehrerin vermittelte uns Strategien und benötigtes Vokabular für den Test, aber auch notwendiges für akademisches Englisch. Zudem trainierten wir für den vier Bereichen des TOEFELs (Lesen, Hörverstehen, Sprechen, Schreiben), was zum Beispiel das Schreiben vieler Aufsätze über verschiedenste Akademische Themen (Biologie, Geschichte, Literatur, Wirtschaft, Chemie, Sozialkunde, Physik …) beinhaltete. Nicht selten sollten wir solche Dinge auch als Hausarbeit erledigen. Vor allem das Erlernen der Strategien hat mir viel gebracht.

Dies hat sich dann auch bei Kaplans TOEFEL Simulation, die ich nach drei Wochen Unterricht angegangen bin, erwiesen. Diese ist dem Original so nah wie möglich nachempfunden. Ich erhielt 27 Punkte für Leseverständnis, 30 für Hörverständnis, 19 für Sprechen und 24 für zwei Aufsätze. Also insgesamt 100 Punkte. Zum Vergleich: Die Bachelor Studiengänge am MIT erfordern 90 Punkte insgesamt. Allerdings ist man beim richtigen Test immer etwas aufgeregt und erhält beim ersten Versuch ca. 5 bis 10 Punkte weniger in der Simulation. Mein aktuell größtes Problem ist das Zeitmanagement beim Sprechen. Dort können einen Aufgaben erwarten wie: “Was ist ihrer Meinung nach die nützlichste Pflanze?”. Man hat 15 Sekunden zum Überlegen und 45 Sekunden zum Antworten Zeit. Erwartet wird, dass man eine Einleitung, zwei Gründe mit jeweils einem Beispiel / Detail und einer Zusammenfassung gibt. Meistens ist die Zeit zum Überlegen für mich nicht ausreichend. Um mich zu verbessern wurde uns aber glücklicherweise von Kaplan mehrere Übungsmaterialien übergeben. Zudem kann ich noch sieben weitere Simulationen im Internet ausführen und bewerten lassen.

Meine Freizeit verbrachte ich, wie schon erwähnt, z.B. in einer Broadway Show, aber auch bei einem Tagesausflug zum “Six Flags” Freizeitpark in New Jersey. Außerdem besuchte ich viele bekannte Sehenswürdigkeiten wie den Times Square, die Brooklyn Bridge, die Freiheitsstatue, das 9/11 Memorial etc. Auch das Museum of Modern Art und das Museum of Natural History standen auf meiner Todo-Liste. Alles in einem, hatte ich auch außerhalb der Unterrichtszeiten genug zu tun.